Samstag, 29. September 2007

Frühstück?


Wir haben es kurz nach 9 AM und ich habe mir mal Frühstück gemacht. Wollte euch unbedingt mal an meinem amerikanischen Breakfeast teilhaben lassen :-) Lecker!
Wie ihr vielleicht merkt, werden die Abstände zwischen den Beträgen länger. Liegt wohl daran, dass wir in letzter Zeit sehr viel mehr arbeiten :-) Viel Zeit bleibt ja trotzdem nicht mehr aber das Wetter ist noch auf unserer Seite. Werden heute wohl solide 76 Grad und der Himmel ist strahlend blau und ohne jede Wolke. Deswegen werde ich jetzt nach Long Island aufbrechen, ein netter Teil New Yorks mit vielen Stränden und entspannten Parks. Da viele Leute gerade Besuch haben, war es gar nicht so leicht Begleiter zu finden. Mandy hatte tatsächlich noch Zeit und Lust. Ich berichte später... :-) bis dahin!
Übrigens, wer sich fragt: Es sind Pancakes mit Ahornsirup, Bacon und Ei :-)

Montag, 24. September 2007

Greenwich Village

Zugegebener Maßen gibt es nicht so viele Neuigkeiten über die ich berichten könnte. Es sind nur noch 3 Wochen und es gibt noch die eine oder andere Sache auf Arbeit zu tun. Leider sind die Leute echt schwer beschäftigt, sodass es an ein Wunder grenzt, wenn man auch nur 3 Kollegen mal zu einem Meeting zusammenbekommt. Da wir ja alle eine 20-seitige Studienarbeit für die Uni verfassen müssen, haben wir auch eine Beschäftigung für den Nachmittag gefunden :-) Für dieses Wochenende war nichts Größeres geplant. Aber eine Tour nach New York ist ja eigentlich immer drin :-) Jetzt wo die größten Touristenaktivitäten besichtigt sind, fährt man auch einfach mal in Ecken, in die vielleicht nicht jeder in einem 3-Tage New York-Trip kommt. Eine ziemlich entspannte und schöne (aber noch sehr bekannte) Ecke ist Greenwich Village. Dieses Viertel im Süden Manhattens ist quasi das Prenzelberg von New York. Etliche Bars, Straßencafés und Restaurants mit echt tollem Ambiente. Die Gebäude sind nicht höher als 3 oder 4 Stockwerke und die Fassaden sind meist aus rotem Backstein.

Martin und ich waren kürzlich dort und haben in einem französischem Café mal wieder richtiges Essen zu uns genommen. Es gab zwar wieder Pommes als Beilage, jedoch hat das Hühnchen echt lecker geschmeckt und war tatsächlich nicht frittiert sondern vernünftig gewürzt. Nicht billig aber lecker! Übrigens befindet sich in diesem Viertel auch die Christopher Street, in der im Jahre 1969 der Stonewallaufstand der Homosexuellen New Yorks für ihre Rechte statt fand. Daraus entstand dann die internationale Tradition einer Demonstration, die in Deutschland logischer und bekannter Weise Christopher Street Day heißt. Genug Bildung an dieser Stelle :-) Das Viertel liegt übrigens sehr nahe am Hudson-River, wo man ebenfalls entspannt sitzen und den Sonnenuntergang verfolgen kann.


Mehr Bilder gibt es in der Galerie :-)

Montag, 17. September 2007

Bella Italia und bekomme ich eigentlich Trinkgeld?

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass jetzt plötzlich Herbst ist. Zumindest vermittelt das Wetter stark den Eindruck. Allerdings habe ich den Part zwischen Hochsommer und Herbst verpasst. Am Samstag waren knappe 20 Grad und recht heftiger Wind. Letzte Woche habe ich noch bei 30 Grad geschwitzt, komisch. Wird bestimmt wieder besser :-)
Jedenfalls fand am wochenende ein groß angekündigtes Straßenfest in New York, Little Italy statt. Interessiert begaben wir uns also zur Canal Street durch Chinatown nach Little Italy. Dort angekommen, war es schwer zu übersehen. Die Hauptstraße war beidseitig mit diversen Buden zugestellt. Der theoretisch in der Mitte verbleibende Platz war mit einer sich sehr langsam bewegenden Menschenmenge gefüllt.

Trotz des unangenehmen Fortkommens in der Menge, haben wir eine ganze Menge über Italien gelernt. Verkauft wurden auf dem Fest natürlich vorrangig italienische Spezialitäten, die wir alle aus dem Urlaub kennen: Original italienische Bratwürste, leckere Calzone bestehend aus frittiertem Teig, der mit Käse gefüllt ist und nicht zu vergessen: der echte und wirklich italienische Pina Colada. Wer sich an dieser Stelle über die aufgeführten typisch "italienischen" Delikatessen wundert, wurde soeben über das amerikanische Klischee über Italien aufgeklärt.

Irgendwie haben die ausgwanderten Italiener auf dem langen Weg in die USA vergessen, dass ihr Land weder für Bratwürste bekannt ist, noch dass eine Calzone ein frittierter Teig mit Käse ist. Ich will an dieser Stelle nicht verschweigen, dass es unzählige Restaurants mit Pizza, Pasta und Wein gab. Da die Amis allerdings nicht in der Lage sind, für einen Europäer schmackhaften Käse zu produzieren, fehlt der Pasta hier einfach das gewisse Etwas... Leckere Pizza kann man allerdings durchaus bekommen, um die Ehre etwas zu retten :-) Dass Italien nicht gerade ein Bratwurstland ist, habe ich auch unserer italienstämmigen Sekretärin Laura erzählt und sie damit völlig desillusioniert: "You are kidding me!?". Während ihrer gesamten Kindheit gab es am Wochenende immer traditionelles "italienisches" Essen, mit dabei: die typischen Bratwürste.
Zum zweiten Teil des Titels. Um noch eine kurz Anekdote zu bringen :-) Wenn man sich hier zu Lande in der Gastronomie ein Essen genehmigt, ist es üblich bis zu 20% Trinkgeld zu geben. Irrsinnig viel wie ich finde. Aber eigentlich achten die Kellner nie darauf wieviel es ist, sondern es kommt stets die "Bekomme ich eigentlich Trinkgeld"-Frage. Man bekommt also die Rechnung und legt einfach das Geld hin. Daraufhin folgt vom Kellner "Do you guys need any change?" (Für Leser ohne Englischkenntnisse, ich spreche Niemanden konkret an :-) "Braucht ihr Wechselgeld?") Da man natürlich, weil der Service hier meistens wirklich gut ist, sowieso Trinkgeld gibt und die Frage folgich mit "Nein" beantwortet, wandelt sich der angespannte Gesichtsausdruck des Kellners in ein entspanntes Lächeln: "Have a very nice day guys!" ("Einen wunderschönen Tag noch!"). Diese Frage kommt wirklich immer und ist für mich jedesmal erneut amüsant. Sollen sie doch gleich fragen: "Bekomme ich eigentlich Trinkgeld?".

Freitag, 14. September 2007

Fleißig, fleißig ...

Morristown ist ja nicht gerade eine große Stadt und auch die Straße direkt vor meinem Appartment ist nicht gerade stark befahren. Ich schätze mal so ca ein Auto pro Stunde. Dies ist natürlich kein Grund auf dieser Straße nicht zu bauen. Soweit ja auch eigentlich kein Problem. Leider lässt die ultraprofessionelle Einfachverglasung mit eine Isolierwirkung von 0 jeden Mucks durch. Wenn in der idyllischen Ruhe des Abends die Grillen zirpen, höre ich diese bei geschlossendem Fenster im 3. Stock auf solider Zimmerlautstärke. Soweit ja auch immer noch nicht so schlimm. Leider wird jeden morgen um 5:30 AM mit den Bauarbeiten begonnen, was in der Regel mit einer Lieferung durch einen ordentlichen Truck eingeleitet wird, welcher mit laufendem Motor und Rückwärtsgang (das piept so schön) vor meinem Fenster verweilt. Man gewöhnt sich an alles :-) In der Firma werden die Leute immer nervöser weil der sogenannte "DAY 1" immer näher rückt. Besagter Tag, datiert mit dem 01/01/08, ist der Tag, andem alle Integrationsprojekte zwischen Bayer und Schering in den USA
abgeschlossen sein sollen. Glücklicherweise sieht es so aus, als könnten wir unsere Arbeit an den Projekten ohne größeren Zeitdruck abschließen. Reicht ja auch, wenn die Anderen Stress haben :-)
Eigentlich wollten wir morgen nach Long Island fahren. Ein Teil New Yorks mit vielen Stränden und entspannter Atmosphäre. Der Wetterbereicht erzählt hier allerdings immer öfter irgendwas von Herbst und dass das Wetter kühler, womöglich unter 27 Grad fallen könnte. Schlimm , schlimm, schhlimm :-)

Montag, 10. September 2007

Die Zeit vergeht...

Ich hab zwar das Gefühl, dass ich schon einige Zeit hier bin, dennoch vergeht die Zeit wie im Fluge. Für unseren Kollegen David war damit am Freitag sein nur 8-wöchiger Aufenthalt vorbei. Das war Anlass um einmal in ein richtiges, wie soll ich es bezeichnen, "Diner" zu gehen. Restaurant wäre nicht der richtige Begriff, weil man als Nicht-Amerikaner wahrscheinlich etwas anderes erwartet. Solche Restaurants mit der Bezeichnung "Diner", vornehmlich genutzt zum abendlichen Essen, gibt es in verschiedensten Preisklassen. Trotzdem sind sie wahrscheinlich alle mehr oder weniger eine Art advanced Mc Donald's. Es gibt alle möglichen Varianten von Burgern, allerdings natürlich mit firsch gegrilltem Fleisch, was durchaus ein echter Unterschied zum nächsten Fast-Food-Restaurant darstellt. Ansonsten gibt es in der Regel Steaks, Rippchen, Pizza und manchmal auch Pasta, welche durchaus echt gut schmeckt. Fast zu jedem Essen werden Pommes gereicht, damit echtes amerikanisches Ambiente entsteht :-) Wenn man diese Art von Essen mag, ist es auch echt lecker. Im recht bekannten Diner T.G.I. Friday's kann man für einen Burger mit Pommes auch mal 18$ bezahlen. Im von uns besuchten Diner gabs für 9$ ein üppiges Essen. Ein beliebiger Softdrink kostet 2.19$, bei Bedarf wird beliebig oft gratis nachgefüllt. Nach dem Essen haben wir uns entschieden eine Bar zu besuchen. Da wir fast im Stadtzentrum (wenn man das so nennen kann) von Morristown wohnen, muss man keine 5 Minuten laufen um zur Morristown "Beer Bar" zu kommen. Nach gründlicher ID-Kontrolle durften wir die Bar betreten. Letzteres ist immer wieder spannend, weil mein Geburtsdatum in amerikanischer Schreibweise 5/24/86 anscheind dem auf meinem Ausweis befindlichem 24.05.1986 nicht ähnlich genug sieht. Auf jeden Fall dauert es immer ewig, bis den Türstehern klar ist, dass ich nicht im 24. Monat des Jahres Geburtstag habe und trotzdem 21 bin. Haben echt schon lustige Dinge erlebt mit diesem Thema :-) Die Bar hatte ein breites Angebot und auch deutsches Bier war zu haben. Dieses schmeckt allerdings wegen der nach amerikansichem Gesetz vorgeschriebenen Sterilisation irgendwie anders. Nachdem wir alle am nächsten Tag etwas länger geschlafen haben :-) haben wir uns für ein entspanntes Wochenende in New York entschieden. Nach so viel Sightseeing wollten wir auch einfach mal in die Stadt fahren und ein bisschen entspannen, shoppen und das Ambiente genießen. Dank gestiegener Ortskenntnis parken wir jetzt immer gratis, was uns vom dem totalen Bankrott bewahrt hat. Jedesmal 30$ fürs Parken zu bezahlen ist nicht gerade erschwinglich :-)

Damit es auch ein paar Bilder gibt, habe ich ein paar Manhattan-Fotos in Hoboken gemacht. Diese für ihre Bars sehr gut bekannte Stadt liegt direkt um Hudson auf der New-Jersey-Seite und bietet damit einen sehr schönen Ausblick auf Manhattan.
Was macht eigentlich das Wetter in Deutschland? :-) Irgendwie wird es hier nicht kälter. 88 Grad Fahrenheit (31 Grad Celsius) und Sonne ... :-)

Sonntag, 2. September 2007

Labour Day - Tag der Arbeit

Das Eine oder Andere ist auch hier wie zu Hause. Ein für uns interessanter Punkt zum Beispiel: Am Tag der Arbeit wird in den USA, genauso wie in Deutschland, natürlich nicht gearbeitet. Somit haben wir am 3. September einen Tag frei. Weil die Schering-Bayer-Mitarbeiter so fleißig sind, wurde uns der Freitag vor diesem Wochenende auch frei gegeben. Neben so viel Arbeit muss ja auch mal Freizeit sein :-)

Freitag
Nach unserem etwas längerem Trip nach Yale haben wir uns gedacht, dass wir uns eigentlich auch noch das wesentlich näher gelegene Princeton ansehen können. Wie Yale, gehört auch diese Uni zu der Vereinigung der Eliteuniversitäten der USA. Ich spare mir an dieser Stelle ausführliche Beschreibungen und zeige ein paar Bilder.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich Princeton tatsächlich um einiges schöner fand. Der Campus war riesig und nicht wie in Yale durch Straßen getrennt. Es ist wie ein riesiges Gelände, das sich in einer anderen Zeit befindet. Echt total genial.

Bilder aus Princeton

Samstag
Neben soviel Kultur mussten wir nun endlich auch mal etwas sinnloses machen. Da die USA für die extremsten Achterbahnen durchaus sehr bekannt ist, haben wir uns Tickets in den Sixflags Adventure Park besorgt.

Durch Onlinebuchung und Gruppenrabatt haben wir anstatt 60$ pro Person nur 32$ bezahlt und haben uns noch einen Flash-Pass dazu gekauft. Dieser berechtigte uns, einfach an den ewig langen Reihen vorbei zum Einstieg zu gehen. Ziemlich frech und ziemlich genial :-) Diverse Dokumentationen aus dem deutschen Fernsehen über amerikanische Achterbahnen hatten nicht zuviel versprochen. Bei folgender Bahn mit dem Namen "KingDaKa" wir man auf gerader Strecker innerhalb von 2 Sekunden auf fast 200 km/h beschleunigt um dann senkrecht nach oben und entsprechend senkrecht wieder nach unten zu fahren.


Ich glaube, dass die G-Kraft auf meinen Körper jemals so hoch war :-) Nach ein paar Stunden Aufenthalt konnten wir mit Stolz behaupten alle (8 an der Zahl) Achterbahnen gefahren zu sein. Dank unseres Flash-Passes haben wir dafür auch kaum angestanden. Zum Abschluss gab es noch einmal die Holzachterbahn "El Toro" mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Danach hatten wir dann auch genug von Abfahrten, Loopings und sonstigen Drehungen :-)

Bilder aus Sixflags