Es gibt Dinge, die man hier einfach sehen muss und Washington gehört ganz klar dazu. So haben wir uns zu einer kleinen Reisegruppe von 8 Leuten zusammengeschlossen und sind mit 2 Autos nach Washington D.C. gefahren. Laut Google liegt dies nur 4 bis 4,5 Stunden entfernt. Es hat uns natürlich nicht überrascht, dass es wegen des Verkehrs solide 5,5 Stunden dauerte, bis wir in unserem Hotel ankamen (http://www.hotelwashington.com/ :-)). Da Washington eine der Städte mit der höchsten Mordrate und Kriminalität ist, waren wir gezwungen unsere Übernachtungsgelegenheit im Zentrum der Stadt zu suchen. Dieses wird zwar als sicher eingestuft wird, bringt aber auch ganz nette Preise für eine simple Übernachtung mit sich. Im Hotel angekommen, haben wir unsere Sachen aufs Zimmer gebracht, unser Auto im Hotelparkhaus geparkt (für nur 29$ den Tag, wie wir später erfuhren) und sind zu Fuß auf Erkundungstur gegangen. Das interessante Areal in Washington mit weißem Haus, Capitol, Museen und diversen Memorials erstreckt sich zwar über eine recht große Fläche, in der man mehrere Stunden laufen kann, wir hielten es aber trotzdem für sinnvoll zu Fuß zu gehen (Nicht zuletzt, weil wir vom Auto genug hatten). So sind wir am weißen Haus vorbei zum Memorial des 2. Weltkrieges gelaufen. Es ist sehr interessant wie die Amis mit dem Thema Krieg umgehen. Bei besagtem Memorial steht in dicken Lettern "Sieg auf dem Land, Sieg in der Luft, Sieg zur See". Aber dass die Mentalität in den USA etwas anders ist, wenn es um Krieg geht, dürfte ja Niemandem neu sein :-) Über eine beträchtliche Strecke sind wir dann zum Capitol gelaufen, welches man schon vom Memorial des 2. Weltkrieges sehen konnte. Somit hatten wir nicht erwartet, dass es locker 45 Minuten dauerte, bis wir dort waren. Nach ein paar Bildern sind wir nochmal komplett in die andere Richtung zum Lincoln Memorial gelaufen. Danach war es auch weit nach 22 Uhr und wir sind zurück zum Hotel. Da wir 6 Leute in einem Zimmer für 4 Leute waren, hatten wir natürlich ein Platzproblem. Da die angekündigten Doppelbetten aber auch höchstens 130 cm breit waren und damit bei 2 Personen pro Bett kein guter Schlaf garantiert war, habe ich einer der 2 begehrten Plätze auf dem Fußboden ergattert :-) Am nächsten Morgen (ganz ohne Verspannungen :-)) sind wir zum großen Arlington-Friedhof in Washington aufgebrochen. Dieser ziemlich beeindruckende Ort war von tausenden (wahrscheinlich eher zehntausenden) weißen Grabsteinen von Gefallenen und Veteranen der Kriege geprägt. Nach einem Rundgang auf dem Friedhof stand eigentlich nur noch das Pentagon aus, was wir unbedingt sehen wollten. So haben wir uns von unserem Navigationssystem auf den Besucherparkplatz des Pentagons führen lassen. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass dieses Gebäude so hässlich ist, dass ich nichtmal ein Foto machen wollte :-) So haben wir uns alternativ dafür entschlossen ein Gruppenfoto auf dem Parkplatz zu machen (ohne Pentagon im Hintergrund).
Als wir aufbrechen wollten, fuhr plötzlich ein Polizeiwagen auf den Parkplatz und versperrte uns den Weg. Der Officer reagierte irgendwie auf meine Fragen nicht und war mit seinem Funkgerät beschäftigt. Als ich kurz überlegte, was wir in den letzten 30 Minuten falsch gemacht haben, fiel mir nur das Gruppenfoto ein, obwohl es keinerlei Hinweise auf ein Verbot gab. 5 Minuten später waren dann auf dem Parkplatz, der vor unserer Ankunft komplett leer war, neben unseren beiden Autos ganze 4 Polizeiautos. Irgendwann kam ein Officer zu mir und wollte etwas von einer Kamera wissen, was meine vorherige Vermutung bestätigte. Ich erklärte ihm (immernoch im Auto sitzend), dass ich dazu an den Kofferraum müsste. Daraufhin habe ich ihm dann meine Bilder auf der Kamera gezeigt. Auf die Frage ob ich sie löschen soll, verneinte er. Auf jeden Fall haben wir dann eine offizielle Verwarnung wegen "Photo Vialotion" erhalten. Schon klar, keine Schilder, die Fotos waren in Ordnung, aber 4 Polizeiwagen holen, 30 Minuten erörtern und dann eine kostenlose! aber schriftliche Verwarnung ausstellen. Ein Officer meinte dann zu mir, dass das jeden Tag 30 mal passiert. Wäre doch ein Argument für Schilder und weniger Aufwand wie ich finde. Naja. Nach dieser ziemlich lächerlichen Aktion haben wir uns den auf den Heimweg gemacht, den wir nach 6,5 Stunden erfolgreich abschließen konnten. Endlich mal ein bisschen Aufregung :-)
Bilder aus Washington D.C.
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3 Kommentare:
UiUi! Das war ja ein aufregendes Wochenende. Durch deine schönen Fotos lernen wir auch gleich Amerika kennen. Weiter so. Gruß O.O.
Yeah, harte Action im Amiland ;-). Ich glaub wenn mich nen französischer Polizist in Paris vollquatscht versteh ich eh nix :-D. Naja, nächste Woche geht's los - mit ein bisschen Glück find ich bis dahin auch noch ein Quartier...
Grüße aus good-old-germany
Tho
Hi. Da wir wieder im Lande und in Internetnähe sind, herzliche Grüße. Habe mich sehr über Deinen Anruf gefreut. Danke nochmal.
Wieder mal tolle Fotos. Offensichtlich lieben es die Amis alles etwas größer. Da ist ja jede der von Euch besuchten Gedenkstätten allein schon eine Reise wert.
Allerdings wundert mich, dass man beim Pentagon nicht noch einmal von allen die Fingerabdrücke genommen hat;-).
Bist Du schon an Deinem neuen Projekt oder faulenzt Du noch? Ich arbeite nämlich schon!! Und ab 1.9. sogar für Geld. Hab nur etwas Probleme mit meiner Prüfungsvorbereitung. Aber wird schon.
Bis dann. Grüße von wir alle:-)!
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